Kardinalstaatssekretär Parolin bei Ansgarjubiläum in Kopenhagen - So war's
Marco Chwalek - Kopenhagen*
„Gäste und Geistliche aus dem ganzen Norden und Teilen Europas waren zum Festgottesdienst gekommen. Papst Leo XIV. schickte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Bei dieser Gelegenheit übermittele ich Ihnen die herzlichen Grüße von Papst Leo, der mich als Zeichen seiner spirituellen Nähe und Zuneigung zu den Menschen Dänemarks, die der heilige Ansgar so sehr liebte und wo er mit solcher Treue diente, geschickt hat. Diese Geste erinnert nicht nur an eine in der Vergangenheit geschmiedete Bindung, sondern macht die Gegenwart in unserer eigenen Zeit zu demselben pastoralen Anliegen, die Ansgars Mission damals erfüllt hat", so Kardinal Parolin. Das Ansgar-Jubiläum, so der Kardinal Staatssekretär, sei keinesfalls nur eine Erinnerung. „Wenn wir unseren christlichen Glauben ernst nehmen, ist die Ankunft dieses Boten der guten Nachricht es bis heute wert, gefeiert zu werden. Denn er verlangt etwas von der Kirche, von uns hier und jetzt das Evangelium neu zu empfangen und es mit der gleichen Treue und dem gleichen Mut zu bezeugen", so Parolin.
[ Wenn wir unseren christlichen Glauben ernst nehmen, ist die Ankunft dieses Boten der guten Nachricht es bis heute wert, gefeiert zu werden. Denn er verlangt etwas von der Kirche, von uns hier und jetzt das Evangelium neu zu empfangen und es mit der gleichen Treue und dem gleichen Mut zu bezeugen ]
Der heilige Ansgar hat nicht nur in Dänemark Spuren hinterlassen...
Hamburgs Erzbischof Stefan Heße und ein Großteil des Hamburger Metropolitankapitels waren anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zu Gast in Kopenhagen. Nach dem Gottesdienst wurde in einem benachbarten Hotel ein Festakt gefeiert. Neben zahlreichen Grußworten wurde eine neue Festschrift über den heiligen Ansgar in dänischer Sprache vorgestellt, für die Hamburgs Erzbischof Heße auch einen Textbeitrag geschrieben hat. Ansgar habe nicht nur in Dänemark Spuren hinterlassen, auch in Hamburg, betonte Heße in seinem Grußwort. In der Stadt Hamburg sind die Spuren des heiligen Ansgar noch heute deutlich sichtbar.
Die Hammerburg, die frühere Befestigungsanlage, von der Hamburg später seinen Namen ableitete, diente als Ausgangspunkt für Ansgars Mission im Norden. Als erster Erzbischof von Hamburg nutzte er diesen Ort nicht nur als Zentrum des Glaubens, sondern auch als Ausgangspunkt für seine Reisen nach Dänemark und Schweden, um die frohe Botschaft über Grenzen hinweg zu verkünden. Weiter sagte Heße: „Durch seine Mission überwand der heilige Ansgar Grenzen, nicht um zu trennen, sondern um zu verbinden. Er brachte eine ganz besondere Botschaft - die frohe Botschaft." Und so feiern wir, wenn wir 2026 die Ankunft Ansgar im Norden begehen, im wahrsten Sinne des Wortes über Grenzen hinweg - geografisch kulturelle und spirituelle.
*Marco Chwalek ist Stellv. Pressesprecher des Erzbistums Hamburg und seit Jahren aktiv im „Verein der Freunde von Radio Vatikan". Zum Ansgar-Jubiläum ist er mit einer Delegation des Erzbistums Hamburg nach Dänemark gereist und hat die Festmesse am Sonntag verfolgt.
(vatican news - sst)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.