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Mitglieder der Initiative "Neuer Anfang" bei Papst Leo Mitglieder der Initiative "Neuer Anfang" bei Papst Leo 

Initiative „Neuer Anfang“ begegnet Papst Leo

Bei der Generalaudienz am Mittwoch war auch eine Pilgergruppe von „Neuer Anfang“ aus Deutschland dabei, die sich selbst als freie Initiative von Katholiken beschreiben, die „die Kirche lieben“ und die „Treue zum Evangelium“ suchen.

Drei von ihnen erhielten überraschend vor der Generalaudienz mit Leo XIV. die Gelegenheit zu einer gesonderten Begegnung mit dem Papst. Das erzählte Martin Brüske im Gespräch mit Radio Vatikan:

Martin Brüske: Es ging uns tatsächlich darum, nicht drängend, aber doch in großer Nüchternheit, die tatsächliche Situation in Deutschland zu schildern, so wie wir sie wahrnehmen. Nüchtern, klar, auf den Punkt, mit guten Kriterien begründet.

Hier zum Nachhören

Unter ganz unterschiedlichen Aspekten. Auch auf dem Hintergrund dessen, was unser unsere Vision, unsere Sehnsucht für die Kirche ist. Und Franziska Harter (Chefredakteurin, Die Tagespost) hat aus der Sicht einer jungen Katholikin gesprochen.

Eben, dass Menschen, die wirkliche Evangelisierung wollen, im Sinne von Papst Franziskus, im Sinne letztlich der großen kirchlichen Dokumente seit Papst Paul VI., dass die in Deutschland eher daran gehindert werden. Bernhard Meuser hat seine eigenen, sehr positiven Erfahrungen mit dem Thema Synodalität in der Erarbeitung des Youcat geschildert. Denn uns ist es ganz wichtig, diese authentische, wirkliche Form von Synodalität zu leben und zu verwirklichen.

Ich selbst habe darauf hingewiesen, wie wichtig mir das Dokument von Papst Franziskus ist, das er programmatisch an den Anfang seines Pontifikats gesetzt hat ‚Evangelii Gaudium‘. Ich sehe darin eine tiefe Einheit von Kontemplation, Evangelisation und dem Weg der Kirche in der Sendung.

Und er bringt das in einem wunderbaren Wort zum Ausdruck: missionarische Jüngerschaft. Also so haben wir dem Papst eine kurze Zusammenschau gegeben, wie wir die Situation in Deutschland erleben und analysieren.

Wie hat Papst Leo reagiert? Was hat er gesagt?

Martin Brüske: Wie schon oft gesagt wurde, er ist zunächst einmal ein wunderbarer Zuhörer. Man muss das wirklich sagen, das ist keine Floskel. Es ist tiefe Wahrheit. Man spürt eine wohlwollende und sehr genau hinhörende Aufmerksamkeit. Und dann den Übergang in ein ruhiges, aber unglaublich präzises und sofort auf den Punkt kommendes Gespräch. Es hat mich wirklich tief bewegt. Dann diese unprätentiöse, völlig klare, ganz sachlich ruhige Präzision, die trotzdem eine tiefe Wärme ausstrahlt.

Was für eine Gruppe war das insgesamt, die da nach Rom gepilgert ist und was waren die Highlights Ihrer Wallfahrt?

Martin Brüske: Es war eine Gruppe aus der Mitte der Kirche. Früher hätte man gesagt: gemäßigt reformorientiert, gemäßigt bis gemäßigt konservativ, ganz aus der Mitte.
Menschen aber auch, die uns teilweise sehr eindringlich ihre geistliche Not in der Situation der Kirche in Deutschland geschildert haben, für die es wichtig ist, dass wir aus dieser geistlichen Notlage, die in den letzten Jahren entstanden ist, einen Weg finden.

Mutter Gottes vom guten Rat
Mutter Gottes vom guten Rat

Ich benenne einen Höhepunkt unter den vielen Höhepunkten abschließend. Wir haben das gemacht, was auch Papst Leo XIV. am Anfang seines Pontifikats gemacht hat. Wir haben eine kleine Wallfahrt zur Muttergottes von Genazzano gemacht und haben dort den guten Rat der Muttergottes erbeten. Für mich war das ein wirklicher Höhepunkt - neben der mich wie gesagt, bewegenden, tief bewegenden Begegnung mit Papst Leo.

Die Gruppe hatte „Stimmen aus Deutschland“ für Papst Leo XIV. dabei, die ihm im Rahmen der Begegnung übergeben wurden. Die Fragen stellte Claudia Kaminski.

(vatican news - ck)

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08. Januar 2026, 12:21