D: Bischof Bätzing gibt Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz ab
In einem Brief an alle Mitglieder der Bischofskonferenz schrieb Bätzing unter anderem mit Blick auf die anstehende Wahl: „Um im Vorfeld gute diesbezügliche Überlegungen zu ermöglichen, möchte ich Euch mitteilen, dass ich für eine erneute Wahl nicht zur Verfügung stehe. Ich habe mich dazu nach Beratung und reiflicher Überlegung entschieden." Für die anstehende Wahl wünsche er dem "Miteinander in der Konferenz weiterhin den Mut zum offenen Wort, zu konstruktivem Ringen und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen - um miteinander den Gläubigen in unserem Land und vielen mehr die Freude des Glaubens zu bezeugen".
Sechs intensive Jahre
Der Limburger Bischof, der als Konferenz-Vorsitzender im März 2020 auf den Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx gefolgt war, betonte weiter: „Es waren sechs intensive Jahre, in denen wir Bischöfe gemeinsam mit vielen anderen aus dem Volk Gottes einiges bewegen und für eine tragfähige Zukunftsgestalt von Kirche in unserem Land realisieren konnten. Jetzt ist es Zeit, diese für die Arbeit der Bischofskonferenz wichtige Aufgabe in andere Hände zu legen. Und ich bin mir sicher, es wird gut weitergehen."
Reaktionen*
Den Limburger Bischof zeichne eine integre, herzliche Persönlichkeit aus, meinte die Präsidentin des höchsten katholischen Laiengremiums in Deutschland. „Insbesondere auf dem Synodalen Weg war Georg Bätzing ein mit Augenmaß agierender, zugleich zukunftsorientiert vorangehender Vorsitzender, mit dem ich im Co-Vorsitz der Synodalversammlungen und im Synodalen Ausschuss sehr gern zusammengearbeitet habe", sagte Stetter-Karp mit Blick auf den Reformprozess in der katholischen Kirche in Deutschland. Sie hoffe zugleich, dass sein Nachfolger in ähnlicher Weise zukunftsorientiert sein werde.
Auch
die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kirsten Fehrs, hat den Verzicht des Limburger Bischofs Georg Bätzing auf eine erneute Kandidatur als Vorsitzender der katholischen Deutschen Bischofskonferenz bedauert. „Die Entscheidung von Bischof Bätzing, nicht erneut zur Wiederwahl anzutreten, bedaure ich persönlich", erklärte Fehrs am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zugleich würdigte die Hamburger Bischöfin die gemeinsame Arbeit: „Uns verbindet eine lange, vertrauensvolle Zusammenarbeit, in der wir gemeinsam an unterschiedlichen Orten Verantwortung getragen und wichtige Fragen von Kirche und Gesellschaft im guten ökumenischen Miteinander beraten haben", so Fehrs weiter. „Für diese Zusammenarbeit bin ich sehr dankbar."
(kna - mg/sst)
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