D: Bonifatius-Werk stellt 2026 Förderbudget von 11 Millionen Euro bereit
Demnach sei der Etat gegenüber 2025 leicht gewachsen. Der Bonifatiusrat hat das Budget in seiner jüngsten Sitzung freigegeben. Bonifatiuswerk-Generalsekretär Georg Austen dankte in der Aussendung ausdrücklich den Spendern, die diese Fördersumme „trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland” möglich gemacht haben.
Erstmals legt das Spendenhilfswerk 2026 zusätzlich zur bisherigen Unterstützung eine Sonderförderung für katholische Frauenorden auf. Profitieren sollen Ordensgemeinschaften in Nordeuropa, die selbst über keine oder nur geringe Einnahmen verfügen. 100.000 Euro stehen für diesen Zweck zur Verfügung.
1,6 Millionen Euro stellt das Hilfswerk für Projekte der Kinder- und Jugendhilfe bereit. Die Glaubenshilfe nimmt Projekte mit missionarischem Charakter in den Blick. Hier können Initiativen Förderanträgestellen, die Kirche als offenen, einladenden Ort erlebbar machen – analog wie digital. Bei mehr als einer Million Euro liegt das Glaubenshilfe-Budget in diesem Jahr.
BONI-Busse als Glaubenshelfer
Außerdem sind knapp 600 BONI-Busse aktuell im In- und Ausland unterwegs. Die markant-gelben mobilen Glaubenshelfer ermöglichen kirchliches Leben dort, wo große Entfernungen Gemeinschaft erschweren – sei es auf dem Weg zum Gottesdienst, zum Religionsunterricht oder zu Angeboten für Seniorinnen und Senioren. 2026 unterstützt das Bonifatiuswerk den Kauf von BONI-Bussen mit 600.000 Euro (ein Plus von 70.000 Euro gegenüber 2025).
Die vor wenigen Jahren neu eingeführten flexiblen Förderinstrumente kommen auch 2026 zum Tragen: So können besonders innovative Bauprojekte unterjährig mit 400.000 Euro gefördert werden. Zusätzlich sollen erneut Modellprojekte, die beispielgebend für Innovationen in der pastoralen Arbeit sind, mit einem Fördervolumen von 500.000 Euro bedacht werden.
Auch Baumaßnahmen werden gefördert
Im Bereich Bauhilfe liegt das Budget bei 2,3 Millionen Euro. Mit diesen Mitteln unterstützt das Bonifatiuswerk Gemeinden und kirchliche Einrichtungen in der Diaspora, die den Neubau oder die Instandhaltung von Gebäuden nicht komplett aus eigener Kraft nicht stemmen können.
Einen nennenswerten Beitrag zum gesamten Förderetat steuert das Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe bei. Priester aus Deutschland geben als Zeichen der Solidarität ein Prozent ihres Gehaltes an das Diaspora-Kommissariat ab. Mit diesem Geld werden Priester und hauptamtliche Diakone in Nord-, Mittel- und Osteuropa unterstützt. Aufgrund fehlender Eigenmittel und mangels staatlicher Unterstützung können die Bistümer in diesen Regionen ohne diese Zuschüsse die Ausgaben für die Seelsorge vor Ort nicht ausreichend finanzieren. 5,4 Millionen Euro hat der Vergabeausschuss des Diaspora-Kommissariates für 2026 bewilligt. Das Bonifatiuswerk verwaltet die Mittel und gibt sie zweckgebunden weiter.
(pm - cs)
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