D: Kürzungen bei Entwicklungshilfe „fatales Zeichen“
Weniger Hilfen, mehr Kredite
Den Reformplänen von Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan (SPD) zufolge sollen die deutschen Entwicklungsgelder in Zukunft vor allem in den ärmsten Ländern in Afrika eingesetzt werden. In anderen Regionen, etwa in Südamerika oder Südostasien, sollen Förderungen etwa bei der Bekämpfung von Fluchtursachen auslaufen. Kooperationen mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie Mexiko oder Südafrika sollen künftig grundsätzlich über zurückzuzahlende Kredite laufen.
Im laufenden Jahr liegen die Mittel im Haushalt des Entwicklungsministeriums bei rund zehn Milliarden Euro, für das vergangene Jahr waren 10,3 Milliarden eingeplant. Beide Summen liegen deutlich unter den Etats der vergangenen Jahre. Gleichzeitig sind für den laufenden Haushalt fast 83 Milliarden Euro für Verteidigung vorgesehen. Im vergangenen Jahr waren es rund 63 Milliarden.
(kna – pr)
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