Weltgebetstag der Frauen: Am ersten Freitag im März Weltgebetstag der Frauen: Am ersten Freitag im März  (AFP or licensors)

6. März: Weltgebetstag der Frauen blickt nach Nigeria

Der ökumenische „Weltgebetstag der Frauen" (WGT) nimmt dieses Jahr die vielfältigen, oft gefahrvollen Lebensrealitäten von Frauen in Nigeria in den Blick.

In diesem Jahr wird der Weltgebetstag rund um die Welt am 6. März unter dem Titel „Kommt, lasst euch stärken" gefeiert - einer Kurzfassung des bekannten Bibelwortes Jesu „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken" (Mt 11,28). Am Weltgebetstag ruft die Initiative zum Gebet für eine bessere Zukunft der Frauen auf. Gleichzeitig soll laut Initiatorinnen auch die Stärke und Widerstandsfähigkeit der nigerianischen Frauen gewürdigt werden.

Älteste ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen

Der Weltgebetstag ist die weltweit größte und älteste ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Er wird als internationale Bewegung seit 1927 gefeiert, seit 1969 findet er offiziell am ersten Freitag im März statt. Die Liturgie kommt jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land und wird am ersten Freitag im März in 170 Ländern der Erde in von Frauen vorbereiteten und durchgeführten ökumenischen Gottesdiensten gefeiert.

Die Kollekte, die dabei gesammelt wird, kommt 14 Frauen- und Mädchenprojekten in acht verschiedenen Ländern zugute, wie die Initiative mitteilte. Drei Projekte werden in Nigeria umgesetzt, unter anderem das Projekt „Gerechtigkeit und Heilung" der bekannten nigerianischen Friedensaktivistin Rebecca Dali. Das Projekt wird in einer Region umgesetzt, in der Mädchen und junge Frauen Opfer von Gewalt durch die Terrorgruppe Boko Haram wurden. Umgesetzt wird es durch das Center for Caring, Empowerment and Peace Initiative (CCEPI), das von Dali gegründet und geleitet wird.

Vielfalt zeigen

Das heurige WGT-Titelbild der Kampagne mit dem deutschsprachigen Titel „Erholung für die Erschöpften" soll für die Vielfalt Nigerias stehen, zeige aber auch, welchen Herausforderungen und Gefahren die dort lebenden Frauen ausgesetzt sind, hieß es. Auf dem Bild der jungen nigerianischen Künstlerin Gift Amarachi Ottah sind Frauen aus ländlichen Gegenden auf dem Weg zu ihren Farmen zu sehen, die häufig Übergriffe und Hindernisse befürchten müssen. Im Vordergrund werden drei Frauen in traditionellen Trachten abgebildet, die die kulturelle Vielfalt Nigerias zeigen, wo 250 ethnische Gruppen, Sprachen und Traditionen aufeinandertreffen.

Nigeria, mit über 230 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas, steht trotz reicher Naturschätze wie Öl, Erdgas und Gold vor massiven wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Hohe Inflation, stark steigende Lebenshaltungskosten und große soziale Ungleichheit prägen den Alltag, insbesondere für Frauen und junge Menschen, von denen viele keine Zukunftsperspektiven sehen.

(kap – gs)

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28. Januar 2026, 12:58