D: Bätzing für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt
Benedikt Lang - Rom/Vatikanstadt
Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz hofft für Deutschland, dass „die Menschen irgendwie spüren, wir müssen mehr zusammenhalten. Wir brauchen Solidarität.“ Das Leitwort des Heiligen Jahres Pilger der Hoffnung habe für dieses Bewusstsein einen wichtigen Beitrag geleistet.
Die Papstwahl
Der Bischof hob in dem Gespräch auch die zurückhaltende Art sowie das den Menschen zugewandte Verhalten des neuen Papstes Leo XIV. hervor. Besonders bei Themen „Frieden und Armut setzt er Akzente, die für alle Menschen anknüpfungsfähig sind“, so Bischof Bätzing.
Gespaltene Gesellschaft
Eine Herausforderung für die Gesellschaft der Bundesrepublik sei die zunehmende politische Spaltung. Die Kirche könne durch die Verkündigung des Evangeliums diesem Trend entgegenwirken. Die Frohe Botschaft „will die Menschen sammeln. Gegen Spaltungen will sie Sammlungen in Gang setzen, um die Themen Gerechtigkeit, Frieden, Liebe, Verständigung, Dialog“ gesellschaftsfähig zu machen.
„Kirche muss politisch sein, denn die Botschaft des Evangeliums ist politisch“, hob der Vorsitzende der Bischofskonferenz im Kontext der Diskussion über die Rolle der Kirche in Deutschland hervor. Er betonte jedoch, dass die Kirche „keine Alltagspolitik“ betreibe. Diese Rolle komme den Politikerinnen und Politikern zu. Gleichzeitig würdigte der Bischof das Engagement der Politikerinnen und Politiker, da der politische Diskurs „heute ein ganz schön schwieriges Geschäft“ sei.
Die Kirche gebe lediglich Orientierungshilfen und trete für bestimmte Themen in konkreten politischen Debatten ein. Bätzing nannte als Beispiele die Diskussionen um den Lebensschutz am Anfang und am Ende des Lebens. Die Kirche wolle Orientierung geben, „damit die Diskussion auf Argumenten basiert und nicht nur ein Schlagabtausch der gegenseitigen Positionen ist“.
(zdf - bl)
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