D/Welt: Solidarität mit verfolgten Christen in Nigeria und weltweit
„Das Martyrium des heiligen Stephanus ist keine alte Geschichte, die wir ‚alle Jahre wieder‘ aufwärmen“, so Bischof Meier in einer Aussendung. „Denn auch heute werden weltweit Christen ihres Glaubens wegen bedrängt und verfolgt, sei es mithilfe von Blasphemiegesetzen wie in Pakistan“ oder „Antikonversionsgesetzen wie in Indien“, so der Bischof. Auch in anderen Weltregionen gebe es „staatliche Drangsalierung und Einengung kirchlicher Handlungsmöglichkeiten“, so Meier.
Beispiel Nigeria: Zielscheibe islamistischer Terroristen
Er denke besonders auch an die Christen im Norden Nigerias, die dieses Jahr im Fokus der bischöflichen Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“ stehen. „Sie sind immer wieder Zielscheibe islamistischer Terroristen. Beten wir an diesem Tag für die Not leidenden Christen und für alle, die unter religiöser Verfolgung leiden“, so Bischof Meier.
Opfer der Islamisten in Nigeria werden auch moderate Muslime. So wurden am Mittwochabend im Nordosten Nigerias bei einem Anschlag auf eine Moschee fünf Menschen getötet, wie ein Polizeisprecher mitteilte. 35 Personen wurden demnach verletzt. Unbekannte hatten vor der Moschee auf einem belebten Markt in der Provinzhauptstadt Maiduguri kurz nach Beginn des Abendgebets einen Sprengsatz gezündet.
Der Erzbischof von Abuja, Ignatius Kaigama, hatte im Vorfeld erklärt, die aktuelle Lage in Nigeria sei „brutal und furchtbar". „Wir sind alle müde wegen dieser Situation, müssen aber darüber sprechen", schrieb er in einer Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz. Er verwies auf die jüngste Welle der Gewalt. So wurden im Bundesstaat Niger am 21. November mehr als 300 Mädchen und Jungen aus dem Internat der katholischen Schule St. Mary entführt, die inzwischen wieder freigelassen wurden.
Solidarität und Gebet
Der Gebetstag am 26. Dezember ist Teil der 2003 gegründeten Initiative „Solidarität mit verfolgten und bedrängten Christen in unserer Zeit“, mit der die deutschen Bischöfe in den Kirchengemeinden, aber auch in der gesellschaftlichen Öffentlichkeit auf die Diskriminierung und Drangsalierung von Christen in verschiedenen Teilen der Welt aufmerksam machen wollen. Die Initiative umfasst Solidaritätsreisen in Länder, in denen Christen verfolgt oder bedrängt werden, eine Arbeitshilfe, die eine Schwerpunktregion in den Blick nimmt, Gespräche mit politisch Verantwortlichen, Besuche von Bischöfen aus bedrängten Ortskirchen in Deutschland und ein Fürbittformular.
(pm – pr)
Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.