Suche

Bischof Franz-Josef Overbeck (Mitte) Bischof Franz-Josef Overbeck (Mitte) 

D: Bischof Overbeck fordert „unbeirrbare Hoffnung“ für 2026

Zum Jahreswechsel mahnt der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, sich nicht von den aktuellen Krisen entmutigen zu lassen. In seiner Neujahrsbotschaft definiert er Hoffnung nicht als naiven Optimismus, sondern als das Festhalten an menschlichen Werten – gerade dann, wenn der Erfolg ungewiss scheint.

Angesichts anhaltender politischer Instabilität und wachsender gesellschaftlicher Sorgen hat der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck zu einem mutigen Start in das neue Jahr aufgerufen. In seiner am Montag veröffentlichten Botschaft zum Jahr 2026 betonte der Ruhrbischof, dass christliche Zuversicht eine wesentliche Stütze für das Gemeinwesen sei.

„Was auch immer kommen mag, Gott wird uns das Nötige an Weisheit und Kraft schenken, um uns allen Herausforderungen zu stellen“, erklärte Overbeck. Er sieht die Kirche in der Pflicht, als „integrative und stärkende Kraft“ zu wirken, um aktiv zu verbinden, „was derzeit auseinanderzufallen droht“.

Menschlichkeit durch Engagement

Ein zentraler Punkt seiner Botschaft ist das konkrete Wirken der Gläubigen. Das berufliche und ehrenamtliche Engagement in Pfarreien, Kitas, Schulen und Verbänden sei kein reiner Selbstzweck, sondern stelle sicher, dass die Gesellschaft „mitfühlend und menschlich“ bleibe. Overbeck würdigte diesen Einsatz als einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt, der über rein wirtschaftliche oder politische Logiken hinausgehe.

Hoffnung ist kein Wunschdenken

Besonders deutlich grenzte der Bischof den Begriff der christlichen Hoffnung von oberflächlichem Positivismus ab. Hoffnung sei weit mehr als „naiver Optimismus oder bloßes Wunschdenken“. Vielmehr bedeute Hoffen laut Overbeck, „unbeirrt am Sinn und Wert unseres Tuns festzuhalten, selbst dann, wenn der Erfolg ungewiss ist oder lange auf sich warten lässt“.

In einer Zeit, die von vielen als Phase der Unsicherheit wahrgenommen wird, versteht der Essener Oberhirte den Glauben als Kompass, der die Kraft gibt, Verantwortung für das Ganze zu übernehmen und der Resignation entgegenzuwirken.

(kna - mg)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

30. Dezember 2025, 11:48