Suche

Cookie Policy
The portal Vatican News uses technical or similar cookies to make navigation easier and guarantee the use of the services. Furthermore, technical and analysis cookies from third parties may be used. If you want to know more click here. By closing this banner you consent to the use of cookies.
I AGREE
Prelude
Programme Podcast
Taliban-Kämpfer in Ghazni Taliban-Kämpfer in Ghazni 

Österreich: Caritas drängt auf Stopp von Afghanistan-Abschiebung

Die Generalsekretärin der Caritas Österreich, Anna Parr, drängt auf eine Aussetzung bei der Abschiebung von afghanischen Migranten in ihr Heimatland. Österreich will – anders als Deutschland und die Niederlande – an Rückführungen nach Afghanistan festhalten.

„Aufgrund der drastischen Verschlechterung der aktuellen Sicherheitslage halte ich Abschiebungen nach Afghanistan menschenrechtlich derzeit für nicht vertretbar“, sagte Parr auf Anfrage von kathpress. Aufgrund der Entwicklungen in dem zentralasiatischen Land gaben am Mittwoch Deutschland und die Niederlande sowie inzwischen auch Frankreich bekannt, Abschiebungen nach Afghanistan vorerst auszusetzen. Die Regierung in Wien unter Sebastian Kurz hält hingegen an der bisherigen Abschiebepraxis fest.

„Österreich ist ein Rechtsstaat und hat sowohl die Europäische Menschenrechtskonvention als auch die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet - und beide verbieten es jemanden abzuschieben, wenn im Herkunftsland Tod, Folter oder unmenschliche Behandlung drohen", betonte Parr vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte. Dieser völkerrechtliche Grundsatz der Nichtzurückweisung gelte für alle Menschen, hielt die Caritas-Generalsekretärin fest.

Hunderttausende auf der Flucht

Seit dem Beginn des Abzugs der internationalen Truppen im Mai haben die radikalislamischen Taliban weite Teile Afghanistans eingenommen. In der zurückliegenden Woche eroberten sie mit der Stadt Ghasni die bereits zehnte von 34 Provinzhauptstädten des Landes. Ghasni liegt 150 Kilometer von der Hauptstadt Kabul entfernt. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht vor der Gewalt im eigenen Land. 

(kap/vatican news – gs)

Danke, dass Sie diesen Artikel gelesen haben. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, können Sie hier unseren Newsletter bestellen.

12. August 2021, 16:02
<Zurück
April 2025
MoDiMiDoFrSaSo
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930    
Vor>
Mai 2025
MoDiMiDoFrSaSo
   1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031